Die Lunge ist nicht quadratisch, trotzdem praktisch und gut

Wer gerne Tennis spielt, wird die Lunge lieben. Denn ihre innere Oberfläche ist so groß wie ein Tennisplatz. Doch die Lunge ist viel mehr, sie ist ein komplexes Wunderwerk, weiß PD Dr. Kai-Michael Beeh, Internist, Pneumologe und Autor. Sein Buch „Die atemberaubende Welt der Lunge“ ist eine Liebeserklärung an das unterschätzte Mitglied in der Wohngemeinschaft des menschlichen Körpers.

Wie und wann wurden Sie zum Lungenenthusiast? 

„Durch Zufall – der Vater eines Schulfreundes suchte eine studentische Aushilfskraft für seine Lungenarztpraxis – so bin ich schon im ersten Semester meines Medizinstudiums in die Lungenheilkunde ‚hereingestolpert`“.

Woher stammt Ihre Begeisterung für die Lunge? 

„Obwohl die Lunge ein sehr komplexes Organ ist, lassen sich die meisten Lungenerkrankungen auf wenige Fehlfunktionen zurückführen – das erleichtert den Zugang zur Lungenheilkunde ungemein. Von diesem grundlegenden Verständnis kann man dann sehr schön in die detaillierte Erkundung der Lunge eintauchen. So erkennt man, wie enorm facettenreich dieses Organ ist und wie weitreichend „Atmung“ im weitesten Sinne unser gesamtes Wohlbefinden bestimmt.“

Können Sie die Lunge in drei Worten beschreiben? 

„In Abwandlung eines alten Schoko-Werbespruchs: Nicht quadratisch, trotzdem praktisch und gut.“

Ihr Buch „Die atemberaubende Welt der Lunge“ ist eine Liebeserklärung an die Lunge. Was war der Auslöser das Buch zu schreiben und was ist Ihr liebstes Kapitel?

„In erster Linie war das eine sehr persönliche Entscheidung, die aber auch damit zu tun hat, dass die Lungenheilkunde weltweit trotz ihrer immensen Bedeutung für Millionen Patienten ein Aufmerksamkeitsdefizit hat. Zugegeben war ich als Vollblut-Pneumologe auch etwas neidisch auf die mediale Aufmerksamkeit, die andere Organe wie Herz, Darm oder Haut genießen. Das wollte ich ändern.

Mein Lieblingskapitel? Ich persönlich mag das Kapitel „Lunge und Psyche“ sehr, weil es ein spannendes Thema ist, dass modernste Molekularbiologie mit dem eher transzendentalen Konzept unseres Bewusstseins verbindet. Auch die „kurze Geschichte der Atmung“ lese ich immer mal wieder. Die Entwicklung medizinischer Paradigmen über Jahrhunderte zeigt uns eindrucksvoll, welche Geduld ein wissenschaftlicher Erkenntnisprozess manchmal erfordert und wie sehr dieser von der Brillanz einzelner genialer Köpfe abhängt.“

Gibt es eine Art Workout, das jeder Mensch am Tag für seine Lunge tun sollte? 

„Absolut. Wir sollten mehrmals am Tag „gut durchlüften“, genauso wie wir das morgens mit unserem Schlafzimmer auch tun. Das kann man mit Sport oder allgemein körperlicher Aktivität erreichen, aber auch mit gezielten Atemübungen.“

Welche Fake News über die Lunge gibt es? 

„Ich mag den Begriff „Fake News“ eigentlich nicht, weil er aus einer bestimmten Ecke kommt und impliziert, das bestimmte Unwahrheiten über Sachverhalte oder Personen gezielt und absichtlich in die Welt gesetzt werden. Das ist bei der Lunge sicher nicht der Fall. Augenzwinkernd würde ich sagen, dass unsere Konkurrenz von den Kardiologen erfolgreich die – natürlich falsche – Weltsicht durchgesetzt haben, dass das Herz der Sitz unserer Emotionalität ist. Wenn diese überhaupt irgendwo verortet ist, dann am ehesten in der Lunge. Keine Körperfunktion ist so eng an die Psyche gekoppelt wie die Atmung!“

Was sollte jeder über die Lunge wissen? 

„Dass sie existiert. Dass sie wichtig ist. Dass sie ungemein duldsam ist und daher zumeist still leidet. Und dass sie deshalb umso sorgsamer gepflegt gehört, am besten täglich – wie das Zähneputzen oder die Gesichtskosmetik!“

Was ist Ihr Tipp bei einem Atemwegsinfekt? Wie gehen Sie gegen eine Erkältung vor? Verraten Sie uns Ihre Geheimwaffe? 

„Ich bin glücklicherweise von Natur aus robust und selten krank. Wenn es mich dennoch erwischt, lasse ich den Dingen relativ gelassen ihren Lauf. Eine Ausnahme bildet jedoch eine akute Bronchitis, weil mich der Husten nervt und vor allem beim Schlafen stört. Bei ersten Zeichen einer Bronchitis würde ich daher die Selbstheilungskräfte auch medikamentös unterstützen. Das darf dann gerne zum Beispiel ein pflanzliches Mittel sein, allerdings eines, das leitliniengerecht und evidenzbasiert ist – da kommt dann doch mein wissenschaftlicher Anspruch durch!“

Leitliniengerechte und evidenzbasierte Therapie: GeloMyrtol® forte

GeloMyrtol® forte enthält den Wirkstoff ELOM-080, ein Spezialdestillat auf Basis rektifizierterÖle: Eukalyptus, Süßorange, Myrte und Zitrone. Der pflanzliche Schleimlöser wird in fünf Leitlinien der Fachgesellschaften empfohlen. Die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit wurde in 28 klinischen und mehr als 100 präklinischen Studien dokumentiert.


Wie funktioniert ein Lungenfunktionstest und wie kann man die Lunge zu besseren Werten trainieren? 

„Ein Lungenfunktionstest kann in wenigen Minuten durchgeführt werden und tut nicht weh – man muss lediglich so schnell und kräftig wie möglich in ein Messgerät atmen. Der Test liefert schnell eine eindeutige Aussage darüber, ob die zentrale Funktion der Lunge – die Atmung – eingeschränkt ist, oder nicht. Die Lungenfunktion gehört in meinen Augen zwingend in jede internistische Basis- oder Vorsorgeuntersuchung.

Wer seine Lungenfunktion verbessern will, tut dies mit Sport oder Atemtraining. Die Lunge wächst zwar ab dem etwa 22. Lebensjahr nicht mehr, durch Training der Atemmuskeln lassen sich aber immer noch einige hundert Milliliter zusätzliches Volumen „herauskitzeln“. Wichtig ist in höherem Alter vor allem der Erhalt des Lungenvolumens. Auch hier helfen Aktivität, aber vor allem auch eine Ernährung, die die Lunge mit den notwendigen Mikronährstoffen versorgt.“


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